Bei vielen Beschwerden, wie Senk- oder Spreizfüßen oder Druckproblemen unter der Fußsohle, reichen Einlagen aus, um diese zu lindern.

Einlagen haben grundsätzlich Längs- und Quergewölbestützen, um die Gewölbe aufzurichten.

Es gibt verschiedene Einlagentypen, die gängigsten sind folgende:

Neue Bezeichnungen im Hilfsmittelverzeichnis seit 01.04.2017. Die Einlagen sind nicht mehr nach dem Material benannt, sondern nach der Funktion. Außer bei Korrektureinlagen für Kinder gibt es nur noch langsohlige Einlagen.

b-einlagen

  • Stützende Einlagen.
    Diese Einlage ist eine rein stützende Einlage. Sie richtet die Gewölbe auf und nimmt wenig Platz im Schuh ein. Da diese aber recht hart ist, empfehlen wir diese Einlage mit langsohliger Weichbettung.
  • Bettungseinlagen mit Weichbettung oder Weichpolsterbettungseinlagen.
    Diese Einlagentypen betten zusätzlich den gesamten Fuß weich. Sie sind dicker als die stützenden Einlagen.
  • Schaleneinlagen oder Korrektureinlagen für Kinder.
    Hier kann man durch gezielte Druckpunkte noch aktiv ins Wachstum korrigierend eingreifen.

Zusätzlich können bei diesen Einlagen gearbeitet werden:  Supinationskeile, Pronationskeile, Fersenspornaussparungen, punktuelle Entlastungen, Erhöhungen bis 5mm oder Stufenpelotten.

  • Sensomotorische oder propriozeptive Einlagen.

Als Sensomotorik bezeichnet man das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen. Damit ist die unmittelbare Steuerung und Kontrolle der Bewegungen aufgrund von Sinnesrückmeldungen gemeint. Propriorezeptoren sind die Rezeptoren der Tiefenwahrnehmung.

Durch die speziell ausgearbeitete Oberfläche der Einlagen wird das sensomotorische System des Patienten so beeinflusst, dass eine Fußfehlstellung verbessert und das Gangbild korrigiert wird. Durch das ständige Tragen werden neue Bewegungsmuster wiederholt und schließlich automatisiert. Das wesentliche Prinzip liegt in der Muskelaktivierung.

Diese Einlagen werden individuell gefräst und werden meistens bei Kindern angewendet.

Sie können sich gerne bei uns über die für Sie geeignete Einlage beraten lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 2 Paar Einlagen pro Jahr.

 

Falls Sie die Einlagen für Sicherheitsschuhe benötigen, informieren Sie sich bitte hier.