Die Füße von Diabetikern sind in besonderer Weise gefährdet, insbesondere wenn eine Neuropathie oder Angiopathie oder beides vorliegt.

Die diabetische Angiopathie, die als Folge eines erhöhten Blutzuckers auftreten kann, ist eine Veränderung der Gefäße und kann zu Ulcera und Gangrän im Bereich der Füße und Beine führen.

Die Neuropathie ist eine Erkrankung des periphären Nervensystems. Es führt zur Gefühlseinschränkung, schlimmstenfalls bis zum vollständigen Gefühlsverlust in den Füßen.

Verletzungen werden so erst spät erkannt und heilen sehr schlecht wieder ab.  Deshalb ist bei Diabetikern die regelmäßige Fußkontrolle besonders wichtig.

Für Diabetiker gibt es deshalb Spezialschuhe, sogenannte Prophylaxeschuhe, um Druckstellen vorzubeugen.

Diese führen wir von verschiedenen Herstellern. Sie bieten gegenüber herkömmlichen Konfektionsschuhen entscheidende Vorteile:

  • weicher Auftritt
  • geringes Gewicht
  • keine seitlichen Nähte im Futter
  • keine harten Vorderkappen
  • komplette Schaftpolsterung
  • weiches Obermaterial
  • Platz für individuelle Fußbettungen
  • teilweise Sohlenversteifungen und Abrollsohlen

Um Druckspitzen unter der Fußsohle zu vermeiden, können zusätzlich diabetesadaptierte Fußbettungen gearbeitet werden. Hier ist das Ziel eine möglichst großflächige und gleichmäßige Druckverteilung. Diese Bettungen werden im Sandwichverfahren aufgebaut: ganz weich am Fuß und zum Schuh hin immer fester.

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Durch eine elektronische Druckmessung im Schuh wird dokumentiert, ob und wo es Druckspitzen gibt, insbesondere bei Patienten mit einer Neuropathie.

Welche Versorgung die richtige ist, hängt vom Grad der Diabeteserkrankung ab. Bei starken Fußdeformitäten werden orthopädische Schuhe mit den oben genannten Eigenschaften gefertigt.